Raupe Immersatt – Ein unterstützenswertes Crowdfunding

Bei diesem Beitrag handelt es sich um ein Interview zwischen Julia (Evergreen Ideas) und Maximilian von Raupe Immersatt. Für ihr Foodsharing Café machen sie gerade ein Crowdfunding auf startnext. Evergreen Ideas unterstützt das Crowdfunding mit 5€ - ein kleiner Beitrag, den wir aus den Gewinnen von 10 erzielten Kalenderverkäufen ziehen.

Was ist die Raupe Immersatt?

Raupe Immersatt ist groß gedacht ein Projekt für ein wertschätzendes Miteinander und einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen. Konzentrieren möchten wir uns anfangs auf die immensen Auswirkungen von und Ursachen für Lebensmittelverschwendung in Deutschland bzw. ganz lokal in Stuttgart. Dazu gründen wir ein gemeinnütziges Café, das Haus für das Projekt Raupe Immersatt sein wird. Im Café bieten wir kostenlose, gerettete Lebensmittel der Initiative foodsharing. Zusätzlich gibt es ein breites Getränkeangebot. Wobei die Getränke keine festen Preise haben werden. Die Besucher*innen des Cafés können vielmehr entscheiden, was ihnen der Besuch bzw. das Getränk wert ist.

Gepaart mit Angeboten wie Kochkurse, Schnippeldiskos und Vorträgen schaffen wir so ein größeres Bewusstsein für einen wertschätzenden Umgang mit Lebensmitteln und dem ideellen Wert von Nahrung und zeigen konkrete Handlungsmöglichkeiten auf, um Lebensmittelverschwendung auf privater Ebene zu reduzieren. Nach der Startphase mit unserem Herzensthema der Lebensmittelverschwendung, möchten wir Raupe Immersatt, wie anfangs erwähnt, größer denken und uns für Themen und Projekte, die zu einer zukunftsfähigen, nachhaltigen Entwicklung beitragen, öffnen. Es soll dabei nicht bei einer Raupe Immersatt bleiben, wir schreiben nach erfolgreichem Start eine Art Anleitung, um anderen Menschen in anderen Städten ebenso die Chance zu geben ein ähnliches Projekt zu realisieren.

Wer steckt hinter eurer Idee und wie habt ihr euch gefunden?

Raupe Immersatt Team

Hinter der Idee stecken Jana Pfeiffer, Maike Lambarth, Lisandro Behrens, Simon Kostelecky und ich (Maximilian Kraft). Anfangs hatte ich engen Kontakt zu einem Kioskbetreiber in Stuttgart, der sein Kiosk der Initiative foodsharing öffnen wollte. Nach und nach formte sich daraus der Gedanke einen Fairteiler der Initiative foodsharing in ein Café einzubinden. Die Personen, die sich zum ersten Planungstreffen für die Idee getroffen hatten, waren dann eben wir fünf plus Axel, der mittlerweile nicht mehr vorrangig in Stuttgart aktiv ist. Seitdem ist vieles passiert. Wir werden von zwei Social Start-Up Einrichtungen, dem wiezmann.space und dem Social Impact Lab Stuttgart, gefördert. Es ist alles Ernst und wir haben unglaubliche Lust das Projekt jetzt Wirklichkeit werden zu lassen.

Wie plant ihr die Idee umzusetzen und zu finanzieren?

Nach fast einem Jahr Coaching, Begleitung und Ausarbeitung ist die Idee druckreif. Wir haben sogar schon eine Räumlichkeit für unser vorhaben in Aussicht. Es fehlt nun lediglich an einer kleinen Finanzspritze, um erste Käufe wie eine Siebträgerkaffeemaschine, eine Industriespülmaschine, Geschirr, Cafémobiliar usw. usf. tätigen zu können. Wir haben uns daher bewusst zur Finanzierung über eine Crowdfunding Kampagne entschieden, da es uns super wichtig ist, gleich anfangs so vielen Menschen wie möglich von unserer Idee zu erzählen, uns mit Menschen über Raupe Immersatt auszutauschen und eben für das Thema Lebensmittelverschwendung zu sensibilisieren. Super wäre es, wenn jede Person noch einen Betrag an uns spendet, damit wir gemeinsam und solidarisch das Café in Stuttgart eröffnen können. Für alle!

Raupe Immersatt Crowdfunding

Was wir uns aus unternehmerischer Sicht fragen ist, wie ihr euch finanzieren werdet, wenn das Café eröffnet wird?

Das Projekt Raupe Immersatt finanziert sich als gemeinnütziger Verein über Spenden.
Wir haben einen aufwendigen Finanzplan geschrieben. Raupe Immersatt wird nach Gründung von zwei Personen geschäftlich geleitet. Diese Personen sollen auch eine angemessene Bezahlung dafür erhalten. Zusätzlich möchten wir Minijobber beschäftigen, die im Café aushelfen. Um die Kosten tragen zu können, sind wir eben auf Spenden angewiesen. Wir möchten bewusst keine Preise auf Getränke erheben, um allen Menschen die Möglichkeit eines Besuchs in unserem Café zu ermöglichen. Klar ist auch, wir streben an uns selbst zu tragen und sind darauf angewiesen, dass Leute Geld für das Projekt spenden. Wir leben den Glauben, dass wir das Vertrauen, das wir vorschießen auch zurückgezahlt bekommen! 🙂

Über welchen Besuch in der Raupe immersatt würdet ihr euch sehr freuen?

Dadurch, dass wir den Raum für alle Menschen öffnen, freuen wir uns auch über alle Menschen und nicht explizit über jemanden besonders. Allerdings ist uns auch bewusst, dass es schwierig ist, ein solches Thema für gewisse gesellschaftliche „Schichten“ zu öffnen. Wir möchten nicht immer in der gleichen Suppe rühren und Menschen sensibilisieren, die bestens mit der Thematik vertraut sind. Aus der Logik der Sensibilisierung und des Einfluss freuen wir uns daher am meisten über Personen, die in unser Café gestolpert kommen und richtig geschockt und berührt wieder herausgehen. Mit vielen Geschichten im Gepäck über Lebensmittel die sonst in der Tonne gelandet wären und über Möglichkeiten diese Entwicklung einzudämmen.

Euer persönlicher Nachhaltigkeitstipp:

Schnuppern, probieren und das irrwitzige Mindesthaltbarkeitsdatum ausblenden!