Warum passen Yoga und Nachhaltigkeit so gut zusammen?

Bei diesem Beitrag handelt es sich um einen Gastbeitrag geschrieben von Anna und Sophie von hejhej-mats. Für ihre nachhaltigen Yogamatten machen sie gerade ein Crowdfunding auf startnext. Evergreen Ideas unterstützt das Crowdfunding mit 5€ - ein kleiner Beitrag, den wir aus den Gewinnen von 10 erzielten Kalenderverkäufen ziehen.

 

© Elina Nomad

Wenn man morgens in eine Klasse “Wake up” Yoga spaziert, kann man so einiges beobachten. Neben Yogamatte, Block und Decke plaziert jeder erstmal seine Glastrinkflasche neben der Matte. Man sieht nämlich in Yogastudios keine Plastikflaschen und wenn doch mal der ein oder andere daraus einen Schluck nimmt, dann kassiert er von allen Seiten schräge Blicke.

Nachhaltigkeit meets Yoga

Wie ihr nun wahrscheinlich schon richtig erkannt habt, geht mit Yoga oft ein nachhaltiger Lebensstil einher. Das fängt bei der Glasflasche an und zieht sich dann immer weiter durch eine solche Yogastunde. Während des Yogas arbeitet der Yogalehrer oder die Yogalehrerin oft mit natürlichen Ölen und Duftstoffen und danach gibt es meist Bio Tee für alle. Bei vielen der Yogis sieht man dann noch Jutebeutel, mit denen nach dem Yoga auf dem Wochenmarkt regionale Produkte eingekauft werden. Auch hier wird natürlich auf jede Plastiktüte verzichtet und die Weintrauben werden quasi einzeln nach Hause getragen.

Wir haben uns schon öfter gefragt, warum Yogis also so oft an nachhaltigen Themen interessiert sind und haben für uns persönlich auch drei Erklärungen gefunden.

  • Bei Yoga geht es um Achtsamkeit, bewusst sollen Körper und Geist gespürt werden und in Einklang miteinander gebracht werden. Wer während der Yoga-Stunde achtsam ist, führt das meist in seinem Leben außerhalb des Studios auch weiter. Produkte werden achtsam ausgewählt und da wird recht schnell klar, dass regionale und biologische Produkte für den Menschen und die Umwelt besser sind, als billige in Plastik eingehüllte Optionen.
  • Oft geht es in der Yoga-Praxis auch um Naturverbundenheit. Wenn ihr schon einmal Yoga im Freien gemacht habt, dann ist euch bestimmt aufgefallen, wie anders man die Natur wahrnimmt. Die Lehrerin oder der Lehrer weist dann oft auf den Wind, das Blätterrauschen oder auf vorbeifliegende Vögel hin. Es wird wohl kaum einen Menschen geben, der aus einer so ruhigen und naturverbundenen Stunde rausgeht und mit Plastikmüll verschwenderisch umgeht und dabei die Natur belastet. Viel mehr wird einem klar, wie wichtig und schön unsere Umwelt ist. Man muss sie tatsächlich pflegen und behutsam mit ihr umgehen, damit das auch so bleibt.
  • Der dritte Punkt, den wir für uns als Grund für nachhaltige Yogis gefunden haben, ist das Prinzip der Dankbarkeit. Im Yoga wird vermittelt, dass man dankbar sein soll, für das was man hat. Seinen Körper, seine Gedanken aber auch die Umgebung die einen umgibt. Dankbarkeit ist dann aber auch oft mit einem Hinterfragen verbunden. Warum verschmutzen Leute die Ozeane? Oder auch warum gehen Menschen so verschwenderisch mit Lebensmitteln um? Hinterfragt man die Welt, so möchte man schnell etwas dagegen unternehmen, um vorhandene Problematiken zu beheben und um weiterhin dankbar sein zu können.

Daher kommt es also, dass Yogis am Thema Nachhaltigkeit so interessiert sind und es in ihr Leben integriert haben.

 

Warum beschäftigt uns das Thema so sehr

© Elina Nomad

Auch wir Anna (25) und Sophie (24) gehören zu dem Teil der nachhaltigen Yogis. Wir dachten es zumindest bis zu einem Punkt, an dem wir ganz schön wach gerüttelt wurden. Während einer Kunstausstellung in Göteborg prangerte die türkische Künstlerin Pinar Yoldas Yogis an, denn die meisten von ihnen meinen sie wären ach so nachhaltig, haben aber noch nichts bis zu ihrer Yogamatte gedacht. Sie praktizieren Yoga oft auf einer schädlichen Plastikmatte. Wir beide fühlten uns total angesprochen, denn wir studierten zu dem Zeitpunkt Nachhaltigkeitsmanagement in Malmö und dachten wir führen ein recht nachhaltiges Leben. An unsere Yogamatte haben wir bis zu diesem Zeitpunkt wirklich noch nie gedacht und das geht nicht nur uns so, sondern vielen  anderen Yogis auch. Faire Yoga Kleidung hat sich bereits durchgesetzt, wie bereits erklärt hat sich die Glasflasche auch etabliert, doch bis zu der Yogamatte ist der Nachhaltigkeitsaspekt wohl nicht durchgedrungen. Es gibt nachhaltige Yogamatten auf dem Markt, die meisten davon werden allerdings aus natürlichen Materialien wie Naturkautschuk hergestellt. Wir beide wollten eine Alternative schaffen, für die man dem Planeten nichts Neues entnehmen muss, sondern wir wollten nutzen was es auf der Erde bereits im Übermaß gibt. Wir entschieden kurzerhand die nachhaltige Yogamatte selbst in die Hand zu nehmen und wollen allen Yogis eine Matte anbieten, die sie mit gutem Gewissen nutzen und kaufen können. hejhej-mats ist unser kleines Start-up und wir entwickeln Yogamatten, die aus recycelten Materialien hergestellt werden und am Ende des Produktlebenszyklus auch wieder recycelbar sind. So möchten wir einen geschlossenen, closed-loop Kreislauf erzielen.

hejhej-mats startet Crowdfunding

© Elina Nomad

Um unser Ziel zu verwirklichen und closed-loop Yogamatten auf den Markt zu bringen, haben wir vor kurzem eine Crowdfunding Kampagne gestartet. Wir benötigen weitere finanzielle Ressourcen, um unseren aktuellen Prototypen noch die letzten Feinschliffe zu verpassen und dann schnell in die Produktion starten zu können. In dieser Kampagne könnt ihr vor dem offiziellen Verkaufsstart bereits unsere hejhej-mats Yogamatte erwerben – diese ist dort sogar noch günstiger! Wir würden uns daher riesig freuen, wenn ihr uns in unserer nachhaltigen Bewegung begleiten wollt und wir gemeinsam die Erde etwas nachhaltiger gestalten können.

Namaste, eure Anna und Sophie